7 Feb 08

Das Experiment: Der erste Frust - die ersten Probleme

Das Experiment läuft noch nicht einmal seit einem Monat und schon musste ich mir Urlaub nehmen, weil der Jetta erste Anzeichen einer Depressiven Episode zeigt. Angefangen hat alles mit einem Klapper-Geräusch aus der Region um den Katalysator herum. Mein erster Gedanke war, dass das Hitzeblech sich gelöst hat und nun fein scheppert - kommt ja bei solch alten Kisten häufiger vor - also war mein Vorgehen erstmal gekonntes Ignorieren.

 

Leider gesellte sich zu dem Klappern nach kurzer Zeit auch das Problem, dass die Kiste ab einer Drehzahl X (Der Schrotthaufen hat ja nichtmal einen Drehzahlmesser!) anfing zu bocken. Auch dieses Problem konnte ich ein Paar Tage ignorieren, doch irgendwie wurde die besagte Drehzahl X von Tag zu Tag geringer und die Angst, mit dem Haufen auf der Autobahn stehen zu bleiben, wurde größer. Als es dann soweit war, dass mich jegliche LKWs überholten, konnte ich die Augen nicht weiter verschließen und habe mir zwei Tage Urlaub genommen um mich liebevoll um die Schrottkiste zu kümmern.

 

Nungut, Gestern habe ich mich dann tatsächlich aufgerafft und mich bei Regen - wohlgemerkt vor der Haustür - unter die Kiste gelegt. Welch Wunder, das Hitzeblech war tatsächlich am schwabbeln - und zwar so sehr, dass ich es gleich voller Wut abgerissen habe - leider war das Klappern und Scheppern dadurch keineswegs beseitigt, allerhöchstens gemildert.

 

Weil sich bei mir die Vermutung breitmachte, dass eventuell der Katalysator verstopft ist (das hätte das langsamer werden erklärt!) , habe ich das Teil einfach mal abgebaut. Fünf Schrauben und viel Flucherei später war er dann ab, allerdings keineswegs verstopft, sondern LEER! Na vielen Dank lieber Vorbesitzer, von wegen Minikat… Zum Glück hatte ich noch einen passenden Kat im Keller, die Umwelt liegt mir nämlich schon sehr am Herzen - aber das nur am Rande.

 

Nachdem der Katalysator ab war, fiel mir das Hosenrohr fast entgegen - und das ist auch die eigentliche Problematik für das Klappern und Scheppern - das besagte Rohr hängt nämlich nur mit einer von zwei Klammern am Krümmer - kein Wunder, dass die Kiste so laut ist.

 

Nebenbei ist mir noch aufgefallen, dass der nette Vorbesitzer freundlicherweise die Lambdasonde abgeklemmt hat - vermutlich damit die Kiste bei Probefahrten besser läuft - na herzlichen Dank!

 

Leider konnte ich so schnell noch keine Klammer für das Hosenrohr besorgen, aber Morgen sollte es so weit sein. Mit angeschlossener Lambdasonde scheint die Kiste jedenfalls weniger durstig zu sein, der Rest bleibt erst einmal abzuwarten…

 

 

 

 

Posted by ryker in ryker

1 Trackbacks/Pingbacks

  1. Pingback: Christian ‘ryker’ Meyer » Blog Archive » Das Experiment: Statusbericht on 22. Februar 2008

2 Comments

  1. Benny, 7. Februar 2008:

    (Der Schrotthaufen hat ja nichtmal einen Drehzahlmesser!)

    Das ist die geilste Stelle :> Da musste ich echt lachen!

  2. Freddy, 14. Februar 2008:

    besser ist “Zum Glück hatte ich noch einen passenden Kat im Keller, die Umwelt liegt mir nämlich schon sehr am Herzen” muhaha

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