Nachdem seit Mitte November 2008 in diesem Blog nichts passiert ist und ich ehrlich gesagt auch garnicht so wirklich in der richtigen Laune bin, hier etwas zu schreiben, erzähle ich nun einfach etwas aus der letzten Woche. Ich habe über Jahre hinweg die warnenden Geräusche der Festplatte in meinem System ignoriert, bis die Kiste am Mittwoch Abend einfach nicht mehr booten wollte. Spätestens nach dem Login gab es immer einen Bluescreen. Auch eine stundenlange chkdsk-Session brachte keinen Erfolg. Darüber hinaus gab die Festplatte zeitweise sehr ungesund klingende Geräusche von sich.
Nungut, der Kauf einer neuen Festplatte stand schon lange auf meiner Todo-Liste, so entschloß ich mich am Donnerstag, nach Godenau bei Alfeld, zum Lagerverkauf von e-bug zu fahren. Bedingt durch die Tatsache, dass ich meist nicht vor 13 aufstehe, kam ich dort gegen 17:00 an. Ich hatte zwar mitbekommen, dass die Jungs Insolvenz angemeldet hatte, aber dass der Lagerverkauf beendet wird, war mir nicht bekannt. Frustiert stellte ich fest, dass der Laden geschloßen war. Nun war es allerdings auch zu spät, um es noch 18uhr wieder nach Hildesheim zu HCT zu schaffen. Später am Abend kam mir die Idee, es einfach mal bei MediaMarkt zu versuchen.
Dort kaufte ich dann auch tatsächlich eine 500 GB SATA2 Festplatte für stolze 89 €. Leider wollte das Setup von XP die Festplatte nicht erkennen, also suchte ich stundenlang nach Treibern im Internet, um diese mit einer Diskette dem Setup zur Verfügung zu stellen. Alleine um in meiner Schrottsammlung ein funktionierendes Diskettenlaufwerk zu finden, hat eine gute Stunde gedauert. Jedoch blieben alle Bemühungen erfolglos. Nachdem irgendwann beim Versuch, dem Setup die Treiber vor die Nase zu legen, ein Bluescreen auftrat, war ich mir ziemlich sicher, dass die Ursache garnicht die Festplatte war. Mein Verdacht lag nun beim Mainboard oder dem RAM, also habe ich einen memtest durchlaufen lassen.
Das Resultat war, dass mit dem RAM alles in Ordnung war. Also wollte ich das Mainboard tauschen, da die Grafikkarte noch garnicht so alt war. Leider musste ich sehr schnell feststellen, dass es Sockel-A Mainboards garnicht mehr ohne weiteres zu kaufen gibt. Also entschloß ich mich dazu, mir gleich ein komplett neues System zusammen zu stellen. Immerhin hatte ich den Athlon XP3200+, der bisher in meinem Chieftec Tower arbeitete, gegen Ende 2003 gekauft. Zuerst wollte ich mir einen Athlon 6000+ anschaffen, aber meine Freunde legten mir nahe, einmal über einen Intel CPU nachzudenken.
Nach ein paar Stunden Internet Recherche stellte ich fest, dass Intel im Desktop-Bereich aktuell einfach die besseren CPUs produziert. Also traf ich die Entscheidung, mir zum ersten Mal einen Intel-CPU zu kaufen. Die Wahl fiel auf einen E5200, da dieser ziemlich günstig war und wohl ein gutes Potenzial zum Übertakten mit bringt. Erstaunt war ich von der einfachen Montage des CPU Kühlers, auch wenn ich diese erst beim zweiten Versuch verstanden habe. Manchmal denkt man einfach zu kompliziert. Besonders angenehm erstaunt war ich allerdings, als ich die Kiste zum ersten Mal eingeschaltet habe. Im ersten Moment dachte ich, es passiert nichts, doch dann drehten sich die Lüfter, allerdings kaum hörbar. Ein derart leises System hatte ich noch nie, ich bin wirklich beeindruckt. Darüber hinaus ist auch die Performance sehr angenehm.